Burgenverein Schloss Oberstein

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50 Jahre im Rückblick

1963 – 2013: 50 Jahre Burgenverein Schloss Oberstein e.V.

 Am 2. März 1963 folgten acht engagierte Bürger unserer Stadt der Einladung der Burgenfreunde Hans Rupp und Fritz Wild in das Hotel „Zur Post“ zur Gründung des Burgenvereins Schloss Oberstein. Die zehn Gründungsmitglieder waren:

Hans Rupp, Obergewerbelehrer, Fritz Wild, Edelsteinkaufmann, Leberecht Hoberg, Oberbürgermeister, Reinhard Matthaei, Apotheker, Paul Petry, Graveurmeister, Hans Anacker, Hauptlehrer, Max Hahn, Edelsteinkaufmann, Albert Reitenbach, Rektor, Erich Herda, Gewerbelehrer, Hans Peter Brandt, Student

Der neue Verein wurde am 4. Juli 1963 in das Vereinsregister aufgenommen, der erste Vorstand setzte sich wie folgt zusammen:

1. Vorsitzender: Leberecht Hoberg, 2. Vorsitzender: Fritz Wild, 1. Schatzmeister: Reinhard Matthaei, 2. Schatzmeister: Hans Anacker, 1. Schriftführer: Hans Anacker, 2. Schriftführer: Max Hahn, Pressereferent: Albert Reitenbach, Bauberatung: Hans Rupp, Bilddokumentation:    Erich Herda

In der Zeit von 1925 bis 1957 wurde Schloss Oberstein als Jugendherberge genutzt. Mit dem Bau einer neuen Herberge auf der Hohl wurde Schloss Oberstein keiner weiteren Nutzung zugeführt, der langsame aber stetige Verfall der Ruine nahm ihren Lauf. Nach dem Einsturz der zur Burg Bosselstein zugewandten Ostmauer am 4. Mai 1961 wurde von der Stadt eine Bürgerversammlung in das Schlosshotel einberufen. Thema war die Gefährdung der Altstadt um den Marktplatz durch weitere Einstürze und die Sicherung der Wege durch die Schlossanlage.

1962 wurde unter Leitung des Staatsbauamtes die östliche Mauer wiederaufgebaut und eine Betonmauer quer durch die Schlossanlagen errichtet. Aus der Tatsache heraus, dass ansonsten keinerlei Maßnahmen zum Erhalt und weiteren Ausbau der Ruine absehbar waren, wurde der Burgenverein gegründet.

Anfänglich war die Arbeit der Burgenfreunde sehr mühselig, es standen keine finanziellen Mittel zur Verfügung, der Öffentlichkeit war nach der Zeit des Wiederaufbaus Schloss Oberstein als erhaltenswertes Denkmal noch nicht bewusst.

So konnte in den Anfangsjahren der Burgenverein nur kleinere Maßnahmen durchführen, diese waren u.a. die Vermessung der Ruine, die Beseitigung des Bewuchses, das Ausmauern der Schildmauer, das Entfernen der Baracken sowie die Wiederherstellung des Erkerraumes. Bis 1981 hatte der Burgenverein 31 Mitglieder werben können.

Dies änderte sich 1981 mit dem Beginn der 25-jährigen Amtsperiode von Dr. Hans F. Häuser als Vorsitzender des Burgenvereins. Bedingt durch seinen Wohnsitz in unmittelbarer Nähe zum Schloss mit dem täglichem Blick zu der dem Verfall preisgegebenen Ruine wurde er zur treibenden Kraft für den Wiederaufbau von Schloss Oberstein, er brachte Schloss Oberstein wieder in das Bewusstsein unserer Bürger zurück und gewann zahlreiche Mitstreiter für die Revitalisierung der Anlage.

In den ersten Jahren bis 1987 wurde der Bauschutt des Brandes von 1855 beseitigt, das Mengler Haus erhielt eine Fachwerkverblendung, der Süd-West-Turm wurde von Grund auf saniert, der Erker wurde wieder rekonstruiert und wohnlich ausgestaltet, im Kamintrakt wurde neue Fenstergewände eingebaut, im Wachraum und im Gang das alte Bodenniveau wiederhegestellt und ein Schieferboden gelegt, der Burgfried wurde saniert und mit einem Grasdach versehen, der Löwenkeller wurde fertiggestellt.

All diese Maßnahmen fanden großen Anklang bei der Bevölkerung, ihr Schloss Oberstein entwickelte sich am Wochenende zu einem Ausflugsziel, die Mitgliederzahl wuchs bis 1993 auf über 500 engagierte Bürger.

1993 wurde das Staatsbauamt mit der Planung des kompletten Wiederaufbaus von Schloss Oberstein beauftragt. Dieser Entwurf sah eine historisierende Rekonstruktion auf der Basis alter Bilder und Gemälde vor.

In den Folgejahren wurde die Schildmauer wieder errichtet, die Kellermagazine unterhalb der Betonplatte neu aufgebaut, der Sandsteinbrunnen aus dem Außenhof entfernt und bei der Linde unterhalb des Schlosses neu aufgebaut, im Schloss wurde eine Gasheizung installiert sowie in den schon vorhandenen Räumen Fußbodenheizungen eingebaut, die Toilettenanlage wurde in Betrieb genommen, die Gaststätte wurde mit einem neuen Flachdach versehen.

1994 wurde durch ein besonderes Ereignis geprägt: am 23. Juni wurde in Anwesenheit von Michael Prinz zu Salm-Salm und Familie André Oversteyns aus Belgien der Wappensaal eingeweiht. Zahlreiche Vertreter von Ämtern und Behörden waren zugegen, stolze Bürger freuten sich gemeinsam mit den am Aufbau beteiligten Handwerkern über das Geschaffene.

Bis 1998 wurde am Zisternentrakt gearbeitet, das hölzerne Treppenhaus wurde erstellt, der Büfettraum wurde errichtet, der Wappensaal möbliert, der Kultursaal wurde fertiggestellt, das kleine Kräutergärtchen wurde angelegt, die Holzarbeiten im Stall wurden fertiggestellt.

Im August 1998 stellte der Burgenverein seine ehrenamtlichen Baumaßnahmen am Schloss Oberstein ein, das Schloss in seiner heutigen Darstellung war fertiggestellt. Das Denkmalamt forderte den Burenverein auf seine Planungen etwas zurückhaltender zu gestalten, die Aufbauplanung des Landes Rheinland-Pfalz vom März 1993 gelte nicht mehr.

Beim Aufbau der vergangenen Jahre kam es immer wieder zu Differenzen hinsichtlich der Umsetzungen der Planungen zwischen dem Burgenverein und den Behörden. Eine Ruine muss, um erhalten zu bleiben, belebt werden. Diese Revitalisierung war immer Ziel des Burgenvereins, die Bürger unserer Stadt nehmen ihr Schloss als Ort für Familienfeiern an, Unternehmen der Region laden ihre Gäste auf Schloss Oberstein ein, zahlreiche kulturelle Veranstaltungen und Märkte zeugen von einem regen Treiben auf Schloss Oberstein.

Der heutige Vorstand des BVSO ist sich einig, dass die bestehende Planung von 1993 nicht realisierbar ist. Es ist darüber hinaus fraglich, ob eine Realisierung in dieser Form überhaupt umsetzbar ist bzw. genehmigt werden würde. Daher schlägt der heutige Vorstand eine kleine Variante vor, die Schaffung neuer Räume auf der Terrasse am Kultursaal und über dem Büfettraum. Weiter ist zum Schutz der Mauerkrone und für die Vermeidung von Schädigung durch eindringende Feuchtigkeit ein neues, schwach geneigtes Dach geplant. Diese Bautätigkeiten sollen 2013 begonnen werden.

All diese Maßnahmen wurden zum Teil durch sogenannte Bausteine finanziert, Interessierte konnten für einzelne Objekte spenden:

Baustein 1992: Fliesen im Wappensaal, Vorlageaus einem südfranzösischen Kloster 13. Jahrhundert

Baustein 1993: Bleiverglaste Fenster des Wappensaals

Baustein 1994: Stühle des Wappensaals, Vorlage aus einem französischen Landschloss

Baustein 1995: Sandsteinbogen und Glastür als Eingang sowie Achatfenster

Baustein 1997: Ausbau des Kulturraums

Am 11. Februar 1996 verstarb unser Mitglied Willy Schmeyer. Der Heimat und insbesondere dem Schloss Oberstein verbunden brachte er Teile seines Vermögens in die nach ihm benannte Willy-Schmeyer-Stiftung ein, Ziel der Stiftung ist u.a. ein Dach auf Schloss Oberstein. Auch die Eheleute Gerda und Kurt Schmidt, Frau Elisabeth Harcks-Schuck sowie Frau Dr. Ingeborg Huhn bedachten den Burgenverein in ihren Testamenten. Wir werden sie in dankbarer Erinnerung behalten. Auch danken wir all unseren Spendern und Förderern sowie dem Lions-Club und den Rotary Club, beide zu Idar-Oberstein, für ihre langjährige Unterstützung.

Im Jahr 2012 hat der Burgenverein 800 Mitglieder, werden auch Sie Mitglied und helfen Sie uns bei dem weiteren Aufbau von Schloss Oberstein!

50 Jahre Burgenverein

Der Burgenverein feierte im Jahr 2014 sein 50-jähriges Bestehen.

Einen Bericht aus der Nahe-Zeitung finden Sie hier.