Burgenverein Schloss Oberstein

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Der Erkerraum

erkerraum 4Bei der Restaurierung des Schlosses fand man im Schutt Kachelscherben mit dem Motiv eines schreitenden Löwen - ihre kunsthandwerkliche Ausführung belegt den Wohnkomfort. Der Burgenverein ließ Kacheln mit dem historischen Motiv brennen und einen Ofen bauen, um einen gemütlichen Raum für Veranstaltungen zu schaffen.

Ursprünglich befand sich hier vermutlich die Haspel für die Zugbrücke. Der angebaute Erker war offen und diente zur Verteidigung des Schlosseingangs.

Durch die Erfahrung aus den Kreuzzügen war es im 14. Jhdt. üblich, den Weg in eine Burg mit Schikanen zu versehen. Ziel dieser Schikanen (wie z. B. Zwinger und Pechnasen) war ein leichtes Abwehren oder Eliminieren von Angreifern. Die bereits beschriebene Variante für den Zugang ins Schloß Oberstein - um den Ostturm über den Felsen, durch den angelegten Brückenturm samt Zwinger - wurde wohl aus diesem Grund gewählt. Der Erkerraum, der über dem ehemaligen Zwinger thront, bot optimale Schießbedingungen durch die kurze, abfallende Schussdistanz. Darum war hier in früheren Tagen wohl eine unbeheizte Waffen- und Rüstkammer untergebracht.

graefin waldeck 1Heute präsentiert sich der Erkerraum als gemütlicher Raum mit Kachelofen und bietet sich für gesellige Zusammenkünfte im kleinen Kreis an. Die Kacheln mit dem schreitenden Löwen sind im übrigen Originalfunden der Ausgrabungen auf Schloß Oberstein nachempfunden. Die Originale datieren auf das frühe 14. Jahrhundert. An der Wand finden wir Portraits der letzten Daun-Obersteiner, Graf Wilhelm Wirich (1613-1683) und seiner Frau Elisabeth, Gräfin von Waldeck (1610-1647) samt ihrem gemeinsamen Sohn Carl Alexander (1643-1669)