{"id":82,"date":"2015-01-01T15:47:43","date_gmt":"2015-01-01T14:47:43","guid":{"rendered":"http:\/\/2022.schloss-oberstein.de\/themes\/twentyseventeen\/2015\/01\/01\/50-jahre-im-rueckblick\/"},"modified":"2015-01-01T15:47:43","modified_gmt":"2015-01-01T14:47:43","slug":"50-jahre-im-rueckblick","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schloss-oberstein.de\/themes\/twentyseventeen\/?p=82","title":{"rendered":"50 Jahre im R\u00fcckblick"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1963 \u2013 2013: 50 Jahre Burgenverein Schloss Oberstein e.V.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;Am <strong>2. M\u00e4rz 1963<\/strong> folgten acht engagierte B\u00fcrger unserer Stadt der Einladung der Burgenfreunde Hans Rupp und Fritz Wild in das Hotel \u201eZur Post\u201c zur Gr\u00fcndung des Burgenvereins Schloss Oberstein. Die zehn Gr\u00fcndungsmitglieder waren:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hans Rupp, Obergewerbelehrer, Fritz Wild, Edelsteinkaufmann, Leberecht Hoberg, Oberb\u00fcrgermeister, Reinhard Matthaei, Apotheker, Paul Petry, Graveurmeister, Hans Anacker, Hauptlehrer, Max Hahn, Edelsteinkaufmann, Albert Reitenbach, Rektor, Erich Herda, Gewerbelehrer, Hans Peter Brandt, Student<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der neue Verein wurde am <strong>4. Juli 1963<\/strong> in das Vereinsregister aufgenommen, der erste Vorstand setzte sich wie folgt zusammen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1. Vorsitzender: Leberecht Hoberg, 2. Vorsitzender: Fritz Wild, 1. Schatzmeister: Reinhard Matthaei, 2. Schatzmeister: Hans Anacker, 1. Schriftf\u00fchrer: Hans Anacker, 2. Schriftf\u00fchrer: Max Hahn, Pressereferent: Albert Reitenbach, Bauberatung: Hans Rupp, Bilddokumentation:&nbsp;&nbsp;&nbsp; Erich Herda<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Zeit von 1925 bis 1957 wurde Schloss Oberstein als Jugendherberge genutzt. Mit dem Bau einer neuen Herberge auf der Hohl wurde Schloss Oberstein keiner weiteren Nutzung zugef\u00fchrt, der langsame aber stetige Verfall der Ruine nahm ihren Lauf. Nach dem Einsturz der zur Burg Bosselstein zugewandten Ostmauer am 4. Mai 1961 wurde von der Stadt eine B\u00fcrgerversammlung in das Schlosshotel einberufen. Thema war die Gef\u00e4hrdung der Altstadt um den Marktplatz durch weitere Einst\u00fcrze und die Sicherung der Wege durch die Schlossanlage.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1962<\/strong> wurde unter Leitung des Staatsbauamtes die \u00f6stliche Mauer wiederaufgebaut und eine Betonmauer quer durch die Schlossanlagen errichtet. Aus der Tatsache heraus, dass ansonsten keinerlei Ma\u00dfnahmen zum Erhalt und weiteren Ausbau der Ruine absehbar waren, wurde der Burgenverein gegr\u00fcndet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anf\u00e4nglich war die Arbeit der Burgenfreunde sehr m\u00fchselig, es standen keine finanziellen Mittel zur Verf\u00fcgung, der \u00d6ffentlichkeit war nach der Zeit des Wiederaufbaus Schloss Oberstein als erhaltenswertes Denkmal noch nicht bewusst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So konnte der Burgenverein in den Anfangsjahren nur kleinere Ma\u00dfnahmen durchf\u00fchren, diese waren u.a. die Vermessung der Ruine, die Beseitigung des Bewuchses, das Ausmauern der Schildmauer, das Entfernen der Baracken sowie die Wiederherstellung des Erkerraumes. Bis 1981 hatte der Burgenverein 31 Mitglieder werben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dies \u00e4nderte sich <strong>1981<\/strong> mit dem Beginn der 25-j\u00e4hrigen Amtsperiode von Dr. Hans F. H\u00e4user als Vorsitzender des Burgenvereins. Bedingt durch seinen Wohnsitz in unmittelbarer N\u00e4he zum Schloss mit dem t\u00e4glichem Blick zu der dem Verfall preisgegebenen Ruine wurde er zur treibenden Kraft f\u00fcr den Wiederaufbau von Schloss Oberstein, er brachte Schloss Oberstein wieder in das Bewusstsein unserer B\u00fcrger zur\u00fcck und gewann zahlreiche Mitstreiter f\u00fcr die Revitalisierung der Anlage.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den ersten Jahren bis <strong>1987<\/strong> wurde der Bauschutt des Brandes von 1855 beseitigt, das Menglerhaus erhielt eine Fachwerkverblendung, der S\u00fcdwestturm wurde von Grund auf saniert, der Erker wurde wieder rekonstruiert und wohnlich ausgestaltet, im Kamintrakt wurde neue Fensterw\u00e4nde eingebaut, im Wachraum und im Gang das alte Bodenniveau wiederhergestellt und ein Schieferboden gelegt. Der Burgfried wurde saniert und mit einem Grasdach versehen, der L\u00f6wenkeller wurde fertiggestellt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">All diese Ma\u00dfnahmen fanden gro\u00dfen Anklang bei der Bev\u00f6lkerung, ihr Schloss Oberstein entwickelte sich am Wochenende zu einem Ausflugsziel, die Mitgliederzahl wuchs bis 1993 auf \u00fcber 500 engagierte B\u00fcrger.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1993<\/strong> wurde das Staatsbauamt mit der Planung des kompletten Wiederaufbaus von Schloss Oberstein beauftragt. Dieser Entwurf sah eine historisierende Rekonstruktion auf der Basis alter Bilder und Gem\u00e4lde vor.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den Folgejahren wurde die Schildmauer wieder errichtet, die Kellermagazine unterhalb der Betonplatte neu aufgebaut, der Sandsteinbrunnen aus dem Au\u00dfenhof entfernt und bei der Linde unterhalb des Schlosses neu aufgebaut, im Schloss wurde eine Gasheizung installiert sowie in den schon vorhandenen R\u00e4umen Fu\u00dfbodenheizungen eingebaut, die Toilettenanlage wurde in Betrieb genommen, die Gastst\u00e4tte wurde mit einem neuen Flachdach versehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1994<\/strong> wurde durch ein besonderes Ereignis gepr\u00e4gt: am 23. Juni wurde in Anwesenheit von Michael Prinz zu Salm-Salm und Familie Andr\u00e9 Oversteyns aus Belgien der Wappensaal eingeweiht. Zahlreiche Vertreter von \u00c4mtern und Beh\u00f6rden waren zugegen, stolze B\u00fcrger freuten sich gemeinsam mit den am Aufbau beteiligten Handwerkern \u00fcber das Geschaffene.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Bis 1998<\/strong> wurde am Zisternentrakt gearbeitet, das h\u00f6lzerne Treppenhaus wurde erstellt, der B\u00fcfettraum wurde errichtet, der Wappensaal m\u00f6bliert, der Kultursaal wurde fertiggestellt, das kleine Kr\u00e4uterg\u00e4rtchen wurde angelegt, die Holzarbeiten im Stall wurden fertiggestellt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im August <strong>1998<\/strong> stellte der Burgenverein seine ehrenamtlichen Bauma\u00dfnahmen am Schloss Oberstein ein, das Schloss in seiner heutigen Darstellung war fertiggestellt. Das Denkmalamt forderte den Burgenverein auf, seine Planungen etwas zur\u00fcckhaltender zu gestalten, die Aufbauplanung des Landes Rheinland-Pfalz vom M\u00e4rz 1993 gelte nicht mehr.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beim Aufbau der vergangenen Jahre kam es immer wieder zu Differenzen hinsichtlich der Umsetzungen der Planungen zwischen dem Burgenverein und den Beh\u00f6rden. Eine Ruine muss, um erhalten zu bleiben, belebt werden. Diese Revitalisierung war immer Ziel des Burgenvereins, die B\u00fcrger unserer Stadt nehmen ihr Schloss als Ort f\u00fcr Familienfeiern an, Unternehmen der Region laden ihre G\u00e4ste auf Schloss Oberstein ein, zahlreiche kulturelle Veranstaltungen und M\u00e4rkte zeugen von einem regen Treiben auf Schloss Oberstein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der heutige Vorstand des BVSO ist sich einig, dass die bestehende Planung von 1993 nicht realisierbar ist. Es ist dar\u00fcber hinaus fraglich, ob eine Realisierung in dieser Form \u00fcberhaupt umsetzbar ist bzw. genehmigt werden w\u00fcrde. Daher schl\u00e4gt der heutige Vorstand eine kleine Variante vor, die Schaffung neuer R\u00e4ume auf der Terrasse am Kultursaal und \u00fcber dem B\u00fcfettraum. Weiter war zum Schutz der Mauerkrone und f\u00fcr die Vermeidung von Sch\u00e4digung durch eindringende Feuchtigkeit ein neues, schwach geneigtes Dach geplant. Diese Baut\u00e4tigkeiten wurden 2013 begonnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">All diese Ma\u00dfnahmen wurden zum Teil durch sogenannte Bausteine finanziert, Interessierte konnten f\u00fcr einzelne Objekte spenden:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Baustein 1992: Fliesen im Wappensaal, Vorlage aus einem s\u00fcdfranz\u00f6sischen Kloster, datiert ins13. Jahrhundert<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Baustein 1993: Bleiverglaste Fenster des Wappensaals<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Baustein 1994: St\u00fchle des Wappensaals, Vorlage aus einem franz\u00f6sischen Landschloss<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Baustein 1995: Sandsteinbogen und Glast\u00fcr als Eingang sowie Achatfenster<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Baustein 1997: Ausbau des Kulturraums<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 11. Februar 1996 verstarb unser Mitglied Willy Schmeyer. Der Heimat und insbesondere dem Schloss Oberstein verbunden brachte er Teile seines Verm\u00f6gens in die nach ihm benannte Willy-Schmeyer-Stiftung ein. Ziel der Stiftung ist u.a. ein Dach auf Schloss Oberstein. Auch die Eheleute Gerda und Kurt Schmidt, Frau Elisabeth Harcks-Schuck sowie Frau Dr. Ingeborg Huhn bedachten den Burgenverein in ihren Testamenten. Wir werden sie in dankbarer Erinnerung behalten. Auch danken wir all unseren Spendern und F\u00f6rderern sowie dem Lions-Club und den Rotary Club, beide zu Idar-Oberstein, f\u00fcr ihre langj\u00e4hrige Unterst\u00fctzung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Burgenverein hat derzeit \u00fcber 600 Mitglieder, <a href=\"index.php?option=com_content&amp;view=category&amp;layout=blog&amp;id=140&amp;Itemid=573&amp;lang=de\">werden auch Sie Mitglied<\/a> und helfen Sie uns bei dem weiteren Aufbau von Schloss Oberstein!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1963 \u2013 2013: 50 Jahre Burgenverein Schloss Oberstein e.V. &nbsp;Am 2. M\u00e4rz 1963 folgten acht engagierte B\u00fcrger unserer Stadt der Einladung der Burgenfreunde Hans Rupp und Fritz Wild in das Hotel \u201eZur Post\u201c zur Gr\u00fcndung des Burgenvereins Schloss Oberstein. 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