
Aus: Nahe-Zeitung, 03.06.2026
Von Stefan Conradt
Am Schlossberg staubt’s derzeit gewaltig. Grund sind die Felssicherungsarbeiten rund um das Spazierwegenetz im ehemaligen Schlosspark, der aus seinem Dornröschenschlaf erweckt werden soll.
Wegen der Staubentwicklung im Rahmen der Bohrarbeiten zur Vorbereitung der Felssicherungsmaßnahme am Schlossfels ist Schloss Oberstein ab sofort bis Ende Juli gesperrt. Das hat der Burgenverein am Samstag kurzfristig entschieden, weil die Belastung für Gäste und Mitglieder einfach zu hoch war.
Durch die Arbeiten wird je nach Wind das komplette Schloss in Staub gehüllt. „Wir haben es ein paar Tage versucht, aber Staub und Lärm sind für unser Personal und die Gäste nicht tragbar“, erläutert der zweite Vorsitzende des Burgenvereins Schloss Oberstein (BSO), Michael Dietz gegenüber unserer Zeitung.
„Wir sind sehr froh, dass die Arbeiten am Landschaftspark vorangehen, aber bis die Bohrarbeiten vorbei sind, machen wir dicht.“ Das gilt auch für Vermietungen: „Für die zwei, drei Vermietungen, die in diesem Zeitraum schon feststehen, machen wir Zwischensäuberungen, damit nichts ausfallen muss“, sagt Dietz.
Die Stadt hatte im Dezember vom Land eine Förderung aus dem Investitionsstock 2025 in Höhe von 415.000 Euro für die Felssicherungsmaßnahmen am Schloss Oberstein bekommen. Sie dienen der Sicherheit für Besucher des weitläufigen Spazierwegenetzes rund um die Burganlage und damit auch der Vorbereitung des Landschaftsparks.
Die Arbeiten, die im Frühjahr begannen und voraussichtlich bis Oktober dauern, bereiten den Boden für das Parkpflegewerk, mit dem die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz plant, den vom Großherzog Nicolaus Friedrich Peter zu Oldenburg im 19. Jahrhundert errichteten englischen Landschaftspark aus seinem Dornröschenschlaf zu erwecken.
Ziel ist es dabei, den Landschaftspark in den nächsten Jahren so weit herzustellen, dass er in unmittelbarer Nähe zur Felsenkirche und Schloss Oberstein zu einem weiteren touristischen Highlight von Idar-Oberstein wird. Dabei werden auch die Wege wieder hergerichtet und gesichert. Das ist allerdings mit viel Arbeit, Sperrungen und auch viel Staubentwicklung verbunden.
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